
Bevor ich darauf eingehe, welchen Stellenwert Qigong in der Traditionell Chinesischen Medizin einnimmt, möchte ich kurz darauf eingehen, was Qigong überhaupt bedeutet. Der Begriff Qi bedeutet kurz "Lebensenergie". Dieser Begriff ist für den westlichen Menschen teilweise etwas unverständlich und oftmals wird dieser Begriff der Esoterik zugeschoben. Qi ist jedoch ein einfaches Modell, mit dem die körperlichen Funktionen, Strukturen und natürlich auch mentalen Ebenen beschrieben werden können. Alles besteht aus Qi, Qi umgibt alles, alles wird durch Qi definiert. Das Qi kann in unterschiedlichen Qualitäten auftreten und befindet sich in einem steten Wandel. Körperlich lässt sich Qi als Wärme, Kribbeln, Spannung, etc. einfach wahrnehmen.
Der Begriff "gong" bedeutet Kunst oder Fertigkeit. Das ständige Verbessern und weiter verfeinern. Das genaue Studium, aber auch einen spielerischen Charakter findet man im Begriff "gong" wieder.
Qigong bedeutet also frei übersetzt: "Die Kunst das Qi zu führen"
Die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) basiert auf dem Modell von Qi und dessen Wandlungen. solange Qi ausreichend vorhanden ist, der Qi-Fluss ungestört ist und Qi in den Wandlungen frei ist, solange geniesst der Mensch Gesundheit. Bei Stauungen oder Qi-Mangel kommt es zu Unwohlsein und Krankheit.
Um die Energien im Körper auszugleichen bedient sich die Chinesische Medizin mehrerer Methoden. Sehr bekannt ist die Akupunktur, jedoch auch Kräuterrezepturen kommen häufig zum Einsatz. Massageformen (Tuina), Diätetik und Qigong runden diese ganzheitliche Medizin ab.
Als ein Teil der chinesischen Medizin wird auch Qigong wissenschaftlich untersucht. Zahlreiche Studien belegen die medizinische Wirksamkeit von Qigong. Hier einige wenige Ergebnisse: